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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ökodesign-Richtlinie: Lüftungssystem freeAir100 erhält Bestnote A+

Entsprechend der EU-Ökodesign-Richtlinie müssen Wohnungslüftungsgeräte ab 1. Januar 2016 Mindestanforderungen an die Energieeffizienz erfüllen und ein entsprechendes Label tragen. Das Lüftungssystem freeAir100 von bluMartin erhält auf Grund seiner hohen Energieeffizienz die Bestnote A+. Der Bewertung liegt die Primärenergieeinsparung zu Grunde, die das Gerät gegenüber der Fensterlüftung ermöglicht. Das freeAir100 hat ein besonders gutes Verhältnis von eingesparter Heizenergie zum Bedarf an Betriebsenergie. Die hohe Energie- effizienz beruht auf drei Prinzipien: Zum einen können über den Gegenstromwärmetauscher in der Praxis bis zu 94 Prozent der Wärme zurückgewonnen werden. Der zertifizierte Wärmebereitstellungs- grad nach PHI und nach EN 13141-8 liegt bei 87 Prozent. Daneben sorgt die einzigartige Bedarfs- führung über 8 Sensoren dafür, dass die Luftwechselrate an den tatsächlichen Bedarf angepasst wird. Die Luft ist durch diese komfortable automatische Steuerung stets von hoher Qualität, zugleich kommt das freeAir mit einer sehr niedrigen Betriebsenergie von durchschnittlich 4 Watt aus. Eine weitere Steigerung der Energieeffizienz kann durch eine kaskadierte Luftführung erreicht werden. Anders als andere dezentrale Lüftungsgeräte bietet das freeAir100 die Möglichkeit, mehrere Räume anzuschließen. Eine gezielte Luftführung ermöglicht die Mehrfachnutzung der Luft und trägt so zusätzlich zur Einsparung von Heizenergie bei. Bereits 2014 wurde das freeAir100 als weltweit erstes dezentrales Lüftungssystem vom Passivhaus-Institut als Passivhaus-Komponente zertifiziert.

Vorteile für KfW-Förderung und Gebäudeenergieausweis

Für Bauherren zahlt sich die hohe Energieeffizienz des freeAir100 gleich doppelt aus: Sie profitieren nicht nur von niedrigeren Heizkosten, sondern können auch eine bessere KfW-Förderklasse erreichen. Durch die bedarfsgeführte Anpassung der Luftwechselrate und die hohe Wärmerückgewinnung werden die Lüftungswärmeverluste minimiert und der Energiebedarf des Gebäudes gesenkt. So kann der Einsatz des freeAir100 in der Praxis beispielsweise bewirken, dass der KfW-Effizienzhaus- Standard 55 statt des niedrigeren Standards Effizienzhaus 70 erzielt wird. Das könnte für Bauherren vor allem vor dem Hintergrund interessant sein, dass die Förderung des KfW-Effizienzhauses 70 zum 31. März 2016 ausläuft. Der niedrigere Energiebedarf wirkt sich auch positiv auf den Gebäudeenergieausweis aus. Im laufenden Betrieb ermöglicht die mitgelieferte Software freeAir Connect einen zeitgenauen Überblick über das Verhältnis von Wärmerückgewinnung und Betriebsenergie. Darüber hinaus informiert das Programm über die Entwicklung von Luftparametern wie Feuchtegehalt und CO2 und weist auf einen anstehenden Filterwechsel hin.

Mittwoch, 1. August 2012

Warum den Wohnraum mechanisch lüften?

Warum soll ich mein Haus den extra lüften?

Das ist eine klassiche Frage die bei der Planung eines Wohnhauses sicher immer wieder auftritt, denn Argumente wie:
  • "Ich kann doch mal kurz nen Fenster aufmachen"
  • "Das lüftet doch von alleine- mein Haus ist nicht so dicht."
  • "Brauch ich nicht."
sind sicher genügend da, die einen Bauherrn vor einer kontrollierten Lüftung abhalten.
Doch nur die wenigsten erkundigen sich näher darüber was in Ihrem zukünftigen Heim denn so alles passiert. Vor allem was das wichtige Elixier LUFT betrifft.

JA- LUFT ist ein Lebensmittel! Auch wenn das viele nicht war haben wollen. Mit schlechter Luft lebt es sich schlecht.

Haben Sie nicht auch schon mal in einem kleinen Zimmer geschlafen und sind am anderen Tag gewundert warum Ihnen der Schädel brummt und Sie nicht wirklich ausgeschlafen sind? Warum denn- sicher war das Zimmer nur mit einem Fenster zur Straße, also haben Sie es über Nacht zu gelassen. Wenn man beachtet, dass aus hygienischen Gründen eine Luftwechselrate von 0,5 (1/h) empfehlenswert ist, sollte man sich nicht wundern.

Was bedeutet diese Luftwechselrate?

Kurz und knapp- der Luftinhalt des gesamten Raumes sollte alle 2h einmal komplett ausgetauscht werden! Dann entspricht es dem aktuellen Hygienestandart.

Upps- denken sich nun viele- "Was atme ich denn da die ganze Nacht über für verbrauchte Luft ein?"
Nicht nur das Einatmen der verbrauchten Luft ist es, sondern auch der Austausch der Feuchte die ich als Lebewesen damit in die Umluft gebe sollte entfernt werden um dem Raum/ Gebäude nicht langfristig zu schädigen.

Auf der Seite von Luftdicht.de gibt es dazu einige gute Erklärungen.
Aber auch den rechtlichen Aspekt sollte man als Hausherr und Planer nicht außer Acht lassen. Der Bundesverband für Wohnraumlüftung e.V.  hat dazu ein Rechtsgutachten veranlasst, welches ein recht erschreckendes Ergebnis abliefert.
Zitat aus der Zusammenfassung:

"Ergebnis kurz und knapp:
Planer und Bauausführende, die bei Neubau oder Renovierung eines Wohnhauses
auf eine kontrollierte Lüftungsanlage verzichten, setzen sich Haftungsrisiken
aus. Zwar kann heute noch nicht zuverlässig davon ausgegangen werden, dass
eine Lüftungsanlage zwingend erforderlich ist, doch birgt die Alternative, den
vorgeschriebenen Luftaustausch allein der zusätzlichen Fensterlüftung der Bewohner
zu überlassen, erhebliche rechtliche Risiken."

Die Zusammenfassung des Gutachtens  können Sie sich dort herunterladen.

FAZIT:

Bei den heutigen, sinnvollen Vorschriften (Energieeinsparverordnung (EnEV) und die DIN 4108-2) sein Haus dauerhaft luftundurchlässig abzudichten, geht KEIN WEG an einer kontrollierten Wohnraumlüftung vorbei!
Wenden Sie als Bauherr, oder solcher der es werden will, sich an den Planer Ihres Vertrauens, oder vorab besuchen Sie eine der vielen Energieberatungsstellen und informieren Sie sich was möglich ist. Eventuell bekommen Sie auch noch völlig neue Ideen was Sie in Ihrem zukünftigen Heim noch optimieren können. Bei tieferen Fragen zur Gesundheit beim Wohnen sind Baubiologen eine sehr gute Anlaufstelle.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich auch jederzeit an uns wenden:
info@lust-kg.de oder telefonisch unter +49 (7443) 2409497

Dietmar Lust